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Konzert und Theater St.Gallen: Verdis «Aida» für die 21. St. Galler Festspiele als Nachtstück

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Ben Baur inszeniert und Modestas Pitrenas hat die musikalische Leitung

Gemäss dem neuen Zweijahresrhythmus wird die Oper, das traditionelle Herzstück der St. Galler Festspiele, erst 2027 wieder auf dem Klosterhof gespielt. 2026 zieht die Oper erstmals ins eigene Haus. Gefeiert wird diese Premiere mit einem der klingendsten Namen des Repertoires: Giuseppe Verdis «Aida». Die Produktion von Regisseur Ben Baur steht unter der musikalischen Leitung von Modestas Pitrenas. Premiere ist am 19. Juni 2026 und zwar in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.
 
www.konzertundtheater.ch

Konzert Und Theater St.Gallen AIDA

Amber Monroe (Bild, sie spielt die Titelrolle), Libby
Sokolowski, Marcelo Puente, Sultonbek Abdurakhimov,
Vincenzo Neri, Jonas Jud, Olivia Smith und Riccardo
Botta bilden die internationale Star-Besetzung in St.
Gallen.

(Foto: Konzert und Theater St.Gallen).

Bekannt für den ikonischen Triumphmarsch ...
... und monumentale Chorszenen, überzeugt «Aida», entstanden 1870 auf dem Höhepunkt von Giuseppe Verdis Ruhm, nicht nur musikalisch, sondern auch durch die packende Handlung nach einem Szenarium des Archäologen Auguste Mariette, das Verdi nach seinem Gutdünken ergänzte. Im Zentrum steht die Kriegsgefangene Aida, eigentlich eine äthiopische Prinzessin. Sie liebt den verfeindeten ägyptischen Heerführer Radamès, der die Königstochter Amneris heiraten soll. Zwar erwidert Radamès Aidas Liebe, doch diese wird zum Spielball gewissenloser Machtpolitik eines zementierten politischen Systems – und endet für beide tödlich.
Die Kombination aus opulenter Musik und dem ursprünglich in Ägypten angesiedelten Kriegsschauplatz macht die 1871 in Kairo uraufgeführte «Aida» vielerorts zu einem sommerlichen Opernhighlight unter freiem Himmel. Dabei geraten jedoch die kammerspielartigen, psychologisch-intimen Szenen gerne in den Hintergrund.


Die 21. St. Galler Festspiele als geschätzte Tradition
Anlässlich der 21. St. Galler Festspiele zieht «Aida» ab dem 19. Juni 2026 hingegen ins Opernhaus. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten, wie Regisseur Ben Baur, der auch das Bühnenbild verantwortet, festhält: «Wir versuchen, auch in den monumentalen Szenen den Fokus auf die Figuren nicht zu verlieren. Wir haben nach einer Atmosphäre gesucht, die dem opulenten musikalischen Duktus entspricht und zugleich Raum für intime Szenen lässt: Ein Palast, ein Gefängnis und eine Grabkammer gehen fliessend ineinander über. Aida ist für mich ein Nachtstück. Dunkel ist die Gruft, in der Radamès lebendig begraben wird. Die Szene am Nil, in der der Chor aus weiter Ferne hinter der Bühne singt, spielt nachts. Die heimlichen Duette, die verborgenen Gedanken – all das hat für mich etwas Nächtliches. Nicht alles enträtselt sich sofort.»

Herausragende Besetzung neben den Stars auch im Hintergrund
Ben Baur, zu dessen Team auch Uta Meenen (Kostüme), Anselm Fischer (Licht), Rachele Pedrocchi (Choreografie) und Barbara Tacchini (Dramaturgie) gehören, erzählt die Geschichte, indem er auf Amneris und damit auf die zentrale Frage fokussiert, was mit einer Figur passiert, die Schuld auf sich geladen hat und damit weiterleben muss. Sie wird durch Tänzerinnen vervielfältigt. Gesungen wird die Rolle von Amneris durch Libby Sokolowski, die als Floria Tosca bereits in der letzten Festspielausgabe begeisterte. Davor war sie während zweier Spielzeiten Teil des St. Galler Ensembles. Zuletzt debütierte sie als Sieglinde in Wagners «Walküre» an der Opéra de Monte-Carlo.
In der Titelrolle kommt es zu einem Europadebüt: Amber Monroe zählt in den USA zu den gefragtesten Sopranistinnen der Gegenwart. 2025/26 gab sie ihr Debüt als Aida an der Washington National Opera. Davor war sie u.a. an der Seattle Opera, der San Diego Opera und der Portland Opera sowie der San Francisco Opera zu erleben. Ebenfalls zum ersten Mal in die Ostschweiz kommt Marcelo Puente, der die Rolle des Radamès übernimmt. Der argentinisch-spanische Tenor ist bereits an zahlreichen renommierten Häusern auf der ganzen Welt aufgetreten. Zu den jüngsten Höhepunkten seiner Karriere zählen seine Auftritte als Cavaradossi in «Tosca» am Covent Garden sowie am Theater Bonn, am Teatro Colón in Buenos Aires, an der Staatsoper Hamburg und an der San Diego Opera.
Mit Sultonbek Abdurakhimov als Ramfis bereichert ein weiterer Gast das Ensemble, das ansonsten aus hauseigenen Solistinnen und Solisten besteht: Vincenzo Neri als Amonasro, Jonas Jud als König, Olivia Smith als Hohepriesterin und Riccardo Botta als Bote.
Am Pult des Sinfonieorchesters St. Gallen steht Modestas Pitrenas. Damit ist «Aida» die letzte Gelegenheit, den scheidenden Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter der Konzertsparte von Konzert und Theater St. Gallen in der Ostschweiz als Operndirigent zu erleben. Filip Paluchowski leitet den Chor des Theaters St. Gallen sowie den Opernchor St. Gallen.

 
Ticketverkauf und Programm
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Zur Autorin Ingrid Noll
Ingrid Noll, geboren 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und vierfache Grossmutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt sofort zu Bestsellern wurden. ›Die Häupter meiner Lieben‹ wurde mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet und, wie andere ihrer Romane, auch erfolgreich verfilmt.
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