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Teneriffa – Die spanische Insel mit einer unglaublichen Vielfalt

Teneriffa Nationalpark Teide Vulkan Im Nationalpark Teide kann man auch in der Kapelle heiraten. Blick hoch zum Vulkan, der heute innerlich immer noch aktiv ist. (c) Fotos: ROPO/MuA

Kultur, Natur und Gastronomie: Durchatmen, geniessen und verwöhnen lassen!
 

Gehen Sie auf Entdeckungsreise. Teneriffa ist die grösste der Kanarischen Inseln und bietet ein enorm grosses Angebot in der Freizeitgestaltung. Kulturelle, historisch-geprägte Aktivitäten, Natur pur auf der Insel oder beim Tauchen unter Wasser sowie die kulinarischen Verführungen lassen keine Wünsche offen. Kulturonline.ch hat die Insel bereist und staunte über die sympathischen Begegnungen und Entdeckungen. Einige Höhepunkte aus dem Reisetagebuch.
 
Die Insel Teneriffa ist rund 80 km lang und 50 km breit, insgesamt hat sie eine Fläche von 2034 Quadratkilometern. Allein mit diesen Zahlen wird dem Reisenden schnell bewusst wie praktisch ein Mietauto ist, um zielorientiert gewünschte Destinationen anzufahren. Über 906'000 Einwohner, auch Tinerfeños genannt, leben hier, was zugleich die bevölkerungsreichste Insel Spaniens darstellt. Die Gastfreundschaft ist vorbildlich und unterwegs finden die Touristen schnell Kontakt oder hilfreiche Unterstützung. Santa Cruz de Tenerife ist die Hauptstadt, tagsüber ist das Leben hier pulsierend und bunt, abends erwachen die Nachtschwärmer. Unsere internationale Gruppe hatte Repräsentaten aus den USA, Schweden, Grossbritannien und der Schweiz.
 
Zwei Flughäfen, eine Insel
Das Spanische Fremdenverkehrsamt in Zürich bietet für Teneriffa-Interessierte eine prompte und nützliche Beratung an. Je nach Ausgangslage landen die Reisenden auf dem Flughafen Tenerife Nord oder Reina Sofia im Süden der Insel. Verschiedene Airliner fliegen aus der Schweiz (Iberia/Vueling, SWISS/Edelweiss) und aus Europa dorthin, je nach Flug direkt oder mit Zwischenhalt in Barcelona oder Madrid.
Unsere Reise beginnt – mit Vueling Airlinesvia Barcelona – im Norden. Ein meteorologisch gemischtes Wetter mit Sonne und Nebelbänken erwartete uns. Guide Eva Rodriguez strahlte mit ihrem Charme und Fachwissen zusätzlich um die Wette, dabei wurde sie vom Chauffeur Ramon unterstützt.
Was für ein Auftakt, gleich lernen wir die Küche im Casa del Vino in El Sauzal kennen. Und «The House of Wine» namens La Baranda stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist im Besitz der lokalen Regierung. Die hier hergestellten Weine bieten einen guten Überblick, was die Reben in dieser kräftigen Inselerde hergeben. Das kulturelle Programm umfasst neben den Weindegustationen, Weinkurse, Konzerte und Ausstellungen.

Teneriffa Iberostar Costa Adeje ropo Die Pool-Anlage vom Hotel Iberostar Grand Hotel El Mirador in Costa Adeje. Ein hervorragendes Hotel mit freundlichen Angestellten.

Später beziehen wir unser grossräumiges Zimmer Nr. 1101 im Grand Hotel El Mirador in Costa Adeje, welche zur Iberostar-Gruppe gehört. Diese Hotelanlage ist architektonisch faszinerend am Hang gebaut und bietet eine Menge an gepflegten Abwechslungen und erholsamen Plätzen sowohl im grossen Poolbereich, wie am Meer oder im Wellness- und Fitness-Sektor.
Langsam wird es Abend und die Insel erstrahlt in einem warmen Licht, ehe die Sonne beim Meer untergeht. Wir sind bereit für den nächsten Ausflug. Die natürliche und umweltfreundliche Landwirtschaft auf Teneriffa hat eine grosse Bedeutung, also fahren wir zur Finca Ecológica Alma de Trevejos, wo wir durch die sympathische und lebensfrohe Mitinhaberin Angela Tavio eine faszinierende Führung erhalten, zum köstlichen Essen eingeladen werden und zur späteren Stunde gemeinsam die Sterne bestaunen dürfen: Venus, Jupiter und sogar Saturn sowie andere Sterne mehr sind um Mitternacht gut durch das lichtstarke Fernrohr zu erkennen, welches extra von Mitarbeitenden in einer Lavalandschaft für uns aufgebaut wurde. Die prächtig funkelnde Sternenkulisse macht uns sprachlos, dieser Blick in die Weite des Weltalls lässt uns staunen.

Sternenkunde Finca Alma de Trevejos Teneriffa ropo Sternenkunde bei der Finca Ecológica Alma de Trevejos. (c) Fotos: ROPO/MuA
 
Bananen Plantagen versüssen uns den Tag
Der zweite Tag steht im Zeichen der Bananen-Kultur. Auf der Farm Punta El Lomo erfahren wir von der fröhlichen Niki mehr von der anspruchsvollen Pflege von Bananen-Plantagen, die hier schon seit über 100 Jahren betrieben werden.

Bananenfarm Punta El Lomo Teneriffa ropo Die zugedeckte Bananen-Plantage von Punta El Lomo. 

Bananen gelten als die besten Früchte auf dem Markt und finden täglich geniessende Abnehmende. Auch wir lassen uns verführen und so den Tag versüssen. Ein Abstecher zum Markt La Pepa muss sein. Die paradiesischen Verhältnisse und köstlichen Angebote begeistern und ziehen zahlreiche Käuferinnen und Käufer sowie Touristen an. An jedem Stand werden wir mit feinsten Degustationen bedient: von Fisch, Schinken, Pizza, Wein bis zu Oliven! Der Festschmaus müssen wir beenden, die Fahrt geht weiter, das Programm der Gruppe ist dicht, aber interessant und lehrreich.

Bahia del Duque Resort Costa Adeje Teneriffa Spanien Das Gran Hotel Bahia del Duque in Costa Adeje ist nicht umsonst ein Leading Hotel und Resort der Spitzenklasse. Eindrückliche Architektur und Gartenanlage mit Pool und Meer-Anschluss.

Zum Lunch kehren wir im Bahia del Duque-Beach Club ein, wo uns Ane Ugarte, Verkauf und Marketing Manager, freudig erwartet. Sie führt uns durch das gelungene Hotel-Refugium. Unweit vom Meer ist das Strand-Restaurant, wo wir reservierte Plätze vorfinden und mit verschiedenen Gerichten kulinarisch verwöhnt werden. Gerne wären wir länger an diesem schönen und erholsamen Ort geblieben. Das köstliche Menü stärkt uns für die nächste Tour am Nachmittag. Aber vielleicht sollte man nicht zuviel essen, denn um 15.30 Uhr begeben wir uns zum Puerto Colón, Pier 4, wo der elegante Bonadea Catamaran, er bietet Platz für 25 Gäste, auf uns wartet.

Zwergwalfisch im Atlantik vor Teneriffa ropo Ein neugieriger Zwergwalfisch begrüsst die Gäste auf dem Bonadea Catamaran vor der Küste von Teneriffa. (c) Fotos: ROPO/MuA

Unglaubliche Begegnungen mit Walfischen und Delfinen werden uns versprochen ... – «wenn wir Glück haben!». Teneriffa gilt ganzjährig als Topspot für Walfisch-Fans. Im Umkreis von 3 Meilen können mehrere Populationen von Walfischen und Delfinen vor der Küste beobachtet werden. Und siehe da ...! Über Funk werden wir zu einem Zwergwalfisch-Treffen auf offener See gelotst, die mit uns und unserem Catamaran spielen wollen. Eine unvergessliche, zauberhafte Begegnung mit diesen neugierigen Tieren, einfach so draussen im Atlantik!
Dieser eindrückliche Tag lassen wir im Michelin Star Restaurant «M. B.», diese Initialen stehen für «Chef» Martin Berasategui, im Hotel Riz hochleben. Was für eine hervorragende Küche. Wir staunen über die köstlichen Naturprodukte, die in einmaligen Variationen präsentiert werden und Teller für Teller – immer wieder mit neuen Kreationen allein schon beim Geschirr – eigenliche Kunstwerke, ja Meisterwerke darstellen. Genussvoll lassen wir die Stunden im Kreis der neuen Freunde ausklingen.
 
Der Teide Nationalpark ruft ...
... und wir folgen dieser «immer noch aktiven, tiefgründigen Verheissung in der Natur»: Majestätisch und unnahbar so erleben wir ihn! Dieser Nationalpark wurde 1954 eröffnet und liegt in einer Höhe ab 2000 m ü. M. und ist mit einer Fläche von über 135 Quadratkilometern der grösste seiner Art auf den Kanaren. Im Zentrum steht ein grosser Kraterkessel namens Las Cañadas, dies ist eine geologische Bezeichnung für die Sedimentschichten am Fuss des Kessels. Eigentlich ist der Vulkan tief im Innern immer noch aktiv, aber er verhält sich «brav» und ruhig. Einst haben kräftige Erdrutsche das Bild verändert: Hier haben vor rund 7 Millionen Jahren die vulkanischen Aktivitäten erste Landteile Teneriffas gebildet. Die Entstehungsgeschichte des Teide Nationalparkes und die heutigen Vorkommnisse in der Vegetation sind faszinierend. Zuerst gewinnt man den Eindruck, dass es in dieser unwirklichen Gegend kaum Lebewesen gibt, aber 139 Spezies haben sich den extremen Klimabedingungen in grosser Höhe gestellt und gegen Sonneneinstrahlungen am Tag sowie Eiseskälte bei Nacht sowie Trockenheit getrotzt.

Nationalpark Teide Teneriffa Im Nationalpark Teide kann man im Parador de Las Cañadas eine Pause machen oder sogar übernachten und später zum Vulkan mit der Gondel hochfahren bzw. den Rest dann hochlaufen. Dauer ca. eine Stunde. Wichtig: Gutes Schuhwerk!

Im Parador de Las Cañadas, am Ende der kurvenreichen und steilen Pass-Fahrt, mit Blick zum Vulkan Tede, machen wir einen Zwischenhalt und geniessen eine Kaffeepause mit Kuchen und Gebäck. Hier hat es sogar eine neu gebaute Kirche, wo sich alljährlich zahlreiche Paare das Ja-Wort geben.
Paradores de Turismo de España ist eine spanische Hotelkette, die sich als Aktiengesellschaft im Staatseigentum befindet und etwa 4'300 Mitarbeitende beschäftigt. Die verschiedenen Häuser überall in Spanien verteilt, meistens an bester Lage mit herrlicher Aussicht, sind komfortable und stilvolle 3- bis 5-Sterne-Hotels mit wertvoller, historischer Bausubstanz.
 
Weiter nach La Orotava, La Laguna, ein Unesco-Weltkulturerbe, und Santa Cruz
Vom Nationalpark geht die Strasse zuerst durch die Landschaft, doch schon bald führt die Passstrasse dann kurvenreich abwärts. Die Strecke zieht sich. Zwischenhalte tun Kopf und Magen gut, jedenfalls für jene Personen, die solche Bewegungen im Fahrzeug auf die Dauer nicht bevorzugen ...
In La Orotava lernen wir die historischen Quartiere kennen: Ermita del Calvario Eremitage, Kirche San Agustin, Constitución Platz, die Strasse Carrera del Escultor Estévez, die Kirche von Santo Domingo und das ehemalige Kloster San Benito Abad.
Am frühen Nachmittag steht die Kochshow und das Mittagessen in «La Granja Verde» im Zentrum des Geschehens mit unserer Gruppe. Pia Louw, Direktorin für internationale Promotion von Turismo de Tenerife, begrüsst uns herzlich.

Chef Juan Carlos Clemente und Pia Louw von Turismo de Tenerife Spanien ropo La Granja Verde in La Orotava: «The Chef», Juan Carlos Clemente, bei der Kochshow im Gespräch mit Pia Louw von Turismo de Tenerife.

Das Restaurant in Dula y Pipa ist in einer alten, aber sehr gepflegten Farm eingebettet, wo man auch Feste für Gross und Klein feiern kann. Tiere wie Lama, Dromedar,Esel, Schweine, Ponys, Hühner, Pfauen und Hasen werden hier artgerecht mit viel Auslauf gehalten. Eindrücklich wie die Tiere auf die Wärter reagieren, wenn sie zum Gehege kommen. Freudig und erwartungsvoll werden sie begrüsst. Auch die Gartenanlage für Früchte und Gemüse ist eindrücklich und bringt uns zum Staunen. Einige Pfefferminz-Zweige werden für uns abgerissen, wenig später steht ein frischer Pfefferminz-Tee auf unserem Tisch.
Im Restaurant werden deshalb nur lokale, auserlesene Qualitätsprodukte für die ausgezeichneten Menüs von «The Chef», Juan Carlos Clemente, der mit uns verschiedene Saucen herstellt, verwendet. Wir staunen selbst über unsere «Mojo verde»-Saucen-Kunst, die wir unter dieser prominenten Anleitung hervorzaubern. Lecker!
Oft zum Essen wird uns auf dieser Reise eine Flasche Tajinaste, Tinto Roble oder Blanco, also Rot- oder Weisseine, empfohlen und gereicht. Diese fruchtigen Weine mit 13 % Vol. gefallen uns. Die Menge der Flaschen ist limitiert, immerhin kann man den exklusiven Wein im spanischen Umfeld im Land oder am Flughafen in gut bestückten Duty Free Shops für rund 16 Euro preiswert kaufen.

Kirche und Kloster San Augustin La Laguna ropo Kirche und Kloster San Augustin in La Laguna bei Nacht. Dieser Ort war früher Hauptstadt von Teneriffa. (c) Fotos: ROPO/MuA.
 
La Laguna oder das kulturelle Herz von Teneriffa
Nächste Station am Abend, wir konnten uns kurz im Hotel ausruhen, ist die kühlere Hochebene La Laguna, wo schon die Guanchen ihren Sommersitz hatten. Die spanischen Eroberer bauten hier ihre Siedlung und 1496 wurde dieser Ort Hauptstadt von Teneriffa. La Laguna ist das kulturelle Herz von Teneriffa, wo 135'000 Einwohner leben. Sie pflegen das koloniale Erbe, welches sich in zahlreichen Bauwerken zeigt. Nicht umsonst hat die Unesco La Laguna zum Weltkulturerbe ernannt.
Die Hauptstadt Santa Cruz, die wir zum Abschluss kurz auskundschaften, hat viel an Kultur, Kunst und Bauwerken, historische und moderne Gebäude im Speziellen, anzubieten. Hier trifft sich die Welt. Eine pulsierende Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und eindrücklichen Häusern. Museen, Ausstellungen und Konzerte sorgen für viel Abwechslung. Die bekannten City Sightseeing Busse mit präzisen Instruktionen in diversen Sprachen über Kopfhörer sind für einen schnellen lokalen Überblick sehr nützlich. Auch eine Tramfahrt bietet Spass und bringt uns näher zu den Einheimischen. Nicht verpassen sollte man einen Abstecher in den Markt «Unsere Dame von Afrika», der 1940 entstand und heute viele qualitativ hochstehende Produkte von 200 Händlerinnen und Händlern anbietet. Flohmärkte sind zudem in einigen Vierteln anzutreffen, wo über die Preise verhandelt werden darf.
Spazierend durch die Strassen und Gassen und durch Parkanlagen gehen wir zum Hotel Iberostar Santa Cruz. Der Koffer ist schnell gepackt, denn auf dem Parkplatz wartet bereits der Transferbus. Letzte Station der Reise jetzt der südliche Flughafen Reina Sofia, wo schon die Iberia-Express-Maschine für den Flug nach Madrid steht. Wegen kleinen technischen Problemen haben wir Verspätung. Der Flug zurück in die Schweiz führt uns über die Westschweiz und Bern, wo sich gerade ein Gewitter entlädt. Dementsprechend bleiben wir wegen dem Schüttel-Effekt die meiste Zeit angeschnallt. Die Landung kurz nach 23 Uhr in Zürich wird als Anerkennung für die Iberia-Piloten spontan beklatscht: «Well done!»
 
Praktischer Reiseführer und nützliche Strassenkarte
Bei Swisstravelcenter kann man einen hilfreichen Reiseführer von Marco Polo kaufen. Auf über 140 Seiten hat Izabella Gawin ihr Teneriffa vorgestellt. Viele Insider-Tipps geben Anregungen für touristische, kulturelle und gastronomische Abstecher. Auch die Geschichte kommt nicht zu kurz.
Bei Kümmerly+Frey ist die abnützungsfeste Strassenkarte Tenerife (San Cristóbal – Santa Cruz, 1:60'000) erhältlich. Diese Karte eignet sich besonders für Reisende mit Mietauto (als Ergänzung zum GPS), Velofahrer oder Wanderer.
Mehr unter Swisstravelcenter.

Kontakt für Teneriffa und Spanien in der Schweiz.
Infos über TURESPAÑA - ZÜRICH
Spanisches Fremdenverkehrsamt Zürich
Seefeldstrasse 19, 8008 Zürich
Telefon: +41 (0) 44 253 60 50

Diverse Links
Teneriffa Tourismus.

Zusatzinfos zu Spanien.

Flugverbindungen nach Teneriffa:
Iberia-Fluggesellschaft.

SWISS

Edelweiss Air.

Unterkünfte / Hotels und Resorts
Gran Hotel Bahia del Duque Resort.

Iberostar Hotels.

Paradores.

Weitere Links:
Finca Ecológica Alma de Trevejos.

Finca Punta El Lomo Teneriffa Spanien.


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